Seit dem 13. Februar 2018 sind AMP Stories da – das neue Google Feature, durch das vor allem Nachrichten und Informationen in der mobilen Suche mehr Aufmerksamkeit bekommen sollen. Das Besondere daran? AMP Stories sind ein Storytelling-Format, das sich ganz in die Tradition von Snapchat, Instagram und Facebook einreiht.

Entwickelt hat Google die AMP Stories zusammen mit einer Gruppe von Publishern – darunter etwa CNN und die Washington Post, aber auch Cosmopolitan, Wired, Condé Nast und Vox Media. Zusammen haben sie überlegt, wie sie mobilen Nutzern einfach konsumierbare und optisch ansprechende Inhalte bieten können – und dadurch natürlich auch das User Engagement steigern können.

Dass das Konzept mit kurzen Video-Häppchen und der Kunst des Storytellings besonders gut funktioniert, zeigen Instagram Stories und Snapchat Discover Editions schon seit Längerem. Nutzer wischen sich regelmäßig durch die kleinen bunten Videos oder Bilder, die mit Stickern, Text und Emojis aufgepeppt werden können, und genießen das kurzweilige Format.

AMP Stories: plattformunabhängiger, schneller Content

Mit AMP Stories sollen davon ab jetzt auch große Medienunternehmen, Online-Magazinen, Zeitungen & Co. profitieren. Mit kurzen visuellen Geschichten, die bei Google in einem Karussell unterhalb der Suchleiste angezeigt werden, wollen auch sie einen Teil der Aufmerksamkeit der Nutzer bekommen. Der Unterschied zu den Storytelling-Formaten auf Facebook, Instagram und Snapchat? AMP Stories sind frei und plattformübergreifend verfügbar. Einen Account braucht es nicht, und auch bei der kompatiblen Hardware gibt es wenige Einschränkungen: Auf allen gängigen Smartphone-Modellen und Tablets werden die Stories angezeigt und können abgespielt werden. Als weitere Vorteile nennt Google die schnelle Ladezeit durch die AMP-Technik sowie die Fullscreen-Inhalte, die eine hohe Immersion ermöglichen. Nutzern bietet sich dadurch das Gefühl, durch ein digitales Magazin zu blättern.

Screenshots AMP Stories von CNN, Mic., SBNation, The Washington Post

Beispiele für AMP Stories (Quelle: Google Developer Blog)

 

Geschichten erzählen leicht gemacht

Die Erstellung von AMP Stories ist laut Google und den Publishern ganz einfach. Es gibt zum Beispiel schon voreingestellte Layouts. Diese sollen der Kreativität aber natürlich keine Grenzen setzen – dank viel Flexibilität gibt es designtechnisch immer noch viele Möglichkeiten. Die eigenen Videos und Bilder können zum Beispiel mit kurzen Texten, Sound, Animationen und Verlinkungen individualisiert und aufgewertet werden. Darüber hinaus gibt es standardisierte UI-Kontrollen und – natürlich – die Möglichkeit zum Teilen der Stories.

Wer nun selbst eine AMP Story erstellen will, sich das aber noch nicht so ganz zutraut, der kann erst einmal ein Tutorial dazu machen. Dort lernt man, eine mehrseitige Story zu erstellen, die unter anderem durch visuelle Effekte, Animationen und Links zu hohem User Engagement führen soll. Zusätzlich dazu hat Google auch Informationen bezüglich Aufbau, HTML-Elementen und Ähnlichem dokumentiert.

 

AMP Stories von CNN

CNN AMP Story (Quelle: Google Developer Blog)

 

Noch befindet sich das Google Feature AMP Stories in der Entwicklung. Zwar kann es aktuell schon genutzt werden, wann jedoch der globale Rollout kommt, ist noch offen. Eines ist aber klar: Mit der Ergänzung regulärer AMP-Seiten um die neuen Stories legt Google noch mehr Gewicht auf seinen Mobile-first-Ansatz.